Matthias Donath

Alter
54 Jahre
Beruf
Wirtschaftsförderer
Zur Person

Zum Thema Verantwortung fallen mir zwei Bücher ein, die ich in meiner Studienzeit gelesen habe: "Das Prinzip Verantwortung" von Hans Jonas und Fjodor Dostojewskis "Die Gebrüder Karamasow". In beiden Büchern gibt es Aussagen, die im Einklang mit meinem Glauben stehen. Denn wie Hans Jonas glaube ich, dass wir stärker als früher aufgerufen sind, die Schöpfung zu bewahren, weil der Mensch die Welt – global und technisiert – immer tiefgreifender gestaltet und verändert, sie dabei aber auch gefährdet und in Teilen zerstört. Dostojewski äußert den Gedanken, dass jeder für alle verantwortlich ist. Das ist ein großes Wort, aber es ist wahr: Alle Kinder Gottes, nah und fern, verdienen unsere Wertschätzung, unseren Schutz, unsere Fürsorge.

Was verantworte ich in meinem Alltagshandeln? Wo kann ich Antworten geben zu meinem Tun oder Lassen, die meinen Werten und meinem Glauben entsprechen?

Da ist zunächst meine Familie. Als Ehemann und Familienvater gilt es, die Anforderungen des Alltags zu bewältigen: Tag für Tag und immer wieder neu den Familienbetrieb zu "managen" und dabei auch den Glauben und eine christliche Weltsicht vorzuleben und zu vermitteln – eine abwechslungsreiche Aufgabe bei drei Kindern im Alter von 17, 15 und 6 Jahren. Unsere Sechsjährige benötigt viel Aufmerksamkeit, und in der Pubertät heißt es: Dranbleiben. Das gilt aber auch für meine Eltern. Besonders in dieser Zeit mit Corona-bedingt eingeschränkten Kontakten sind die Gespräche und neuerdings auch wieder Besuche mit meinen leider entfernten Eltern so wichtig. Natürlich gilt es dabei auch das Zusammenleben als Paar liebevoll und lebendig zu halten und dabei immer wieder auch "den Blick nach oben und nach innen" zu richten, um Gott zu spüren, seine Liebe zu empfangen und daraus Kraft und Orientierung zu gewinnen.

Beruflich bin ich bei der Hessen Trade & Invest aktiv, der hessischen nicht-monetären Wirtschaftsförderung. Hier unterstütze ich die Landesregierung bei der Umsetzung der hessischen Digitalstrategie durch Projekte und Veranstaltungen. Bei der Vermittlung zwischen verschiedenen Interessensgruppen kommt mir meine ausgleichende Art zugute.

In der Christuskirche habe ich – vor Corona – als Mitglied im Moderatorenteam mitgewirkt und an vielen Aktivitäten des Männerforums, Freizeiten oder kulinarischen Ausflügen, teilgenommen. Für uns Männer sind das ganz wertvolle Angebote!