Ein Herz für Gott und die Musik

25 Jahre Markus Liebendahl in Niedernhausen

Markus Liebendahl

Zeitgleich mit uns Seinwills tauchte Markus im Sommer 2001 in der Kirchengemeinde auf. Wir kannten uns von Usingen her und der KV ermöglichte ihm den Einsatz als Kirchenmusiker. 25 Jahre bereichert und erfreut er nun schon das gemeindliche Leben durch seine Musik. Schwerpunkt ist die Gestaltung der Gottesdienste am Sonntagmorgen. Aber auch Taufen, Trauungen und seit einigen Jahren der Lobpreis am Dienstagabend gehören dazu. Darüber hinaus kann man Markus Lagerfeuer-Lieder und in verschiedenen Band-Formationen spielen hören.

Da er verschiedene Instrumente beherrscht, springt er gerne auch als Ersatzmann ein. Erwähnen möchte ich auch, dass Markus immer wieder selbst Lieder schreibt, die exklusiv in unsere Gemeinde zu hören sind. Seine Spontanität, Begeisterungsfähigkeit und sein freundliches Wesen zeichnen ihn zusätzlich zu seiner musikalischen Fingerfertigkeit und Stimme aus.

Die Gemeinde ist glücklich und dankbar, dass Markus in all den Jahren sein Können einbringt. Anlässlich dieses Jubiläums habe ich Markus fünf Fragen gestellt. Hier seine Antworten im Originalton.

Jürgen: Wofür schlägt dein Herz bei der Musik im Gottesdienst?

Markus: Mein Herz schlägt dafür, dass Musik Menschen mit Gott verbindet. Wenn im Gottesdienst aus Zuhörern Mitbeter werden und man merkt, dass Musik Herzen öffnet, dann ist das für mich etwas Besonderes. Ich liebe es, wenn Musik Menschen zusammenführt — unabhängig von Alter oder Hintergrund. Im Lobpreis entsteht oft eine besondere Einheit, weil wir mit einer gemeinsamen Sprache unseren Glauben ausdrücken.

Weil es eben mehr ist als Kunst oder Unterhaltung. Sie kann Trost schenken, Hoffnung wecken und Räume öffnen, in denen Menschen Gott begegnen.
Mein Herz schlägt dafür, dass Musik im Gottesdienst echt ist — ehrlich, lebendig und voller Hoffnung. Nach all den Jahren Lobpreismusik fasziniert mich immer noch, wie Gott Musik gebraucht, um Menschen zu berühren. Genau dafür brenne ich bis heute.

Jürgen: Welche Instrumente spielst du wie gut – in welcher Reihenfolge?

Markus: Mein Herz schlägt vor allem für das gemeinsame Musizieren. Deshalb habe ich im Laufe der Jahre verschiedene Instrumente gelernt – zuerst Gitarre, später Bass, Klavier und Schlagzeug. Mir ging es dabei immer weniger um Perfektion als darum, Musik kreativ und vielfältig einzusetzen.

Jürgen: In welchen Lebenslagen schreibst du eigene Lieder?

Markus: Viele Lieder entstehen in Zeiten, in denen ich innerlich zur Ruhe komme. Aber tiefe Emotionen, ob Glück, Sehnsucht oder Traurigkeit, auch Fragen oder Themen, die eine Predigt aufgeworfen hat, öffnen bei mir oft einen kreativen Raum, aus dem Musik wachsen kann.

Jürgen: Was wünschst du dir von der Gottesdienstgemeinde?

Markus: Ich sehe Musik im Gottesdienst als Dienst an der Gemeinde. Deshalb wünsche ich mir vor allem, dass sich Menschen abgeholt, ermutigt und eingeladen fühlen mitzumachen. Am meisten freue ich mich, wenn Menschen sich innerlich öffnen und sich auf die Musik und den Gottesdienst einlassen. Es geht nicht darum, perfekt mitzusingen, sondern gemeinsam einen ehrlichen Raum für Glauben und Begegnung zu schaffen. Musik im Gottesdienst lebt für mich davon, dass wir gemeinsam glauben, singen und feiern — nicht als Konzert, sondern als gemeinschaftliche Begegnung mit Gott.

Jürgen: Wie stellst du dir die Musik im Himmel vor?

Markus: Ich stelle mir Musik im Himmel als etwas Grenzenloses vor — voller Freude, Frieden und echter Gemeinschaft. Vielleicht ist sie viel tiefer und schöner, als wir sie hier auf der Erde erleben können. Menschen aus allen Kulturen und Generationen werden gemeinsam Gott loben, ohne Druck oder Perfektion, sondern einfach erfüllt von seiner Gegenwart. Genau diese Sehnsucht spürt man manchmal schon heute in besonderen Momenten der Musik im Gottesdienst. Ich persönlich hoffe, dass ich im Himmel alle Tonarten perfekt beherrsche und keiner schief singt.

Markus Liebendahl + Jürgen Seinwill

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